Gärten und Parks in Christchurch

Wer in Christchurch dem stressigen Stadtleben entkommen möchte, hat die Auswahl zwischen zahlreichen Parks und Gärten. Der wohl bekannteste und beliebteste ist der Hagley Park mit dem botanischen Garten direkt im Stadtzentrum. Während der Hagley Park eher den sportlich Gesinnten zusagt mit Golfplatz, Trim-dich-Pfad, kleinem See zum Angeln und Plätze für Fußball und Rugby, ist der botanische Garten sehr gut für Picknicks und gemütliche Spaziergänge durch den wunderschön duftenden Rosengarten und einem Stück neuseeländischem Waldgebiet geeignet. Wer Glück hat, sieht auch einmal Gandalf zur Friedensglocke pilgern.

Wer einen Blick in die Geschichte Christchurchs werfen möchte, geht am besten nach Riccarton Bush. Dort steht nämlich in einem hübschen Park das älteste Haus in Canterbury, das Dean’s House. Außerdem kann man durch einen kleinen Wald mit ursprünglichem 600 Jahre alten Kahikatea-Bäumen spazieren, die der Abholzung der Siedler entgangen sind. Einen Besuch in Riccarton Bush verbindet man am besten mit dem Farmers Market, der dort jeden Samstag Vormittag stattfindet. Neben frischem Gemüse und Obst gibt es Livemusik und zahlreiche Stände mit Leckereien von lokalen Anbietern, welche zu einem zweiten Frühstück oder Mittag einladen. Am besten nicht zu spät kommen, sonst ist das beste schon weg.

Wer gerne Wasservögel beobachtet, ist im Travis Wetland Nature Heritage Park im Norden der Stadt gut aufgehoben. Neben vielen verschiedenen Enten können dort von einem überdachtem Beobachtungspunkt aus auch schwarze Schwäne auf dem See beobachtet werden. Unterwegs begegnen einem Schlupfwachteln mit der lustigen Federhaube, viele Pukekos und je nach Jahreszeit Kanadagänse und andere Vögel.

Wer mit kleineren Kindern unterwegs ist für den ist der Victoriapark im Süden der Stadt auf den Hängen der Port Hills vielleicht das Richtige. Ein großer Spielplatz auf einer weitläufigen Wiese mit Picknickbänken. Durch den Victoriapark ziehen sich zahlreiche Wanderwege von 30 minütiger Dauer bis zu mehreren Stunden die Port Hills entlang. Empfehlen kann ich den Harry Ell-Walkway, der nach 45 Minuten gemächlichen angenehmen Anstiegs am Sign of the Kiwi, einem schönen gemütlichen Café mit Eisdiele, endet. Zurück geht es entweder über denselben Weg oder den Berg hinauf entlang des Cedric’s Tracks mit Aussicht auf Christchurch und dann dem Latters Spur Track zurück zum Victoriapark folgend.

Es gibt noch eine Vielzahl weiterer Parks und Gärten in Christchurch, z.B. die Ilam Gardens neben der Universität, der Jelliepark mit der Möglichkeit Frisbeegolf zu spielen, das Styx Mill Conservation Reserve … .

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Der jüngste Vulkan in Auckland – Rangitoto Island

Zu einem Besuch in Auckland gehört auf jeden Fall auch ein Ausflug zu einer der zahlreichen kleinen Inseln im Hauraki Golf. Vom Fährterminal im Auckland City Centre kann man sich zu den verschiedenen Inselchen schiffen lassen. Für die Genießermenschen geht es dann meist nach Waiheke Island mit seinen zahlreichen Weingütern. Auf Naturliebhaber und die Wanderfreudigen warten Rangitoto Island, Tiritiri Matangi Island oder Motutapu Island darauf erkundet zu werden.

Wir haben uns für einen Ausflug nach Rangitoto Island entschieden – mit 600 Jahren einer der jüngsten Vulkane im Vulkangebiet von Auckland. Nach einer 25-minütigen Fahrt legt die Fähre am langen Fährsteg der Insel an und die gut 90 Minuten lange Wanderung hinauf zum Kraterrand des Vulkans beginnt. Zunächst führt der Weg durch eine noch recht karge Landschaft, aber schon bald umgibt uns ein dichter Wald. Bevor wir den Weg hinauf zum Gipfel nehmen, machen wir einen kleinen Schlenker zu den Lavahöhlen und tauchen kurz für 10 Minuten in die Unterwelt ab.

Schließlich oben am Kraterrand angekommen, blicken wir in einen tiefen, mit Büschen und Bäumen zugewachsenen Krater. Etwas weiter auf einer Aussichtsplattform werden wir dann noch mit einem sehr schönen Blick auf Auckland belohnt. Das beste unterwegs sind jedoch die etwa amselgroßen, schwarzen Vögel mit einer Art orange-braunen Sattel auf Rücken und Flügel und den roten „Lappen“ an beiden Seiten des Schnabels. Die passenderweise sogenannten Saddlebacks existieren so gut wie gar nicht mehr auf den Hauptinseln.

Da wir nach dem Abstieg noch etwas Zeit bis zur nächsten Fähre haben, schauen wir uns die kleinen Baches (Ferienhäuser) in der Nähe des Fährsteges an. Eines davon beherbergt ein kleines Museum, bei dem man einen guten Eindruck vom Leben in einem Bach bekommt.

Taupo Volcanic Zone – Teil 2: In und um das stinkende Rotorua

Nirgendwo in Neuseeland stinkt es so sehr wie hier – in Rotorua. Solange man in der Stadt ist, wird man diesen penetranten Schwefelgeruch nicht mehr los. Klar, dass in dieser Stadt so einiges los ist, wenn es um geothermale Aktivitäten geht. Weiterlesen „Taupo Volcanic Zone – Teil 2: In und um das stinkende Rotorua“

Vögel Neuseelands – Pukeko

Pukekos leben in Sumpfgebieten und in der Nähe von Flussmündungen. Ihr Körper ist schlank gebaut mit einem blauen und schwarzen Gefieder, abgesehen vom Schwanz, der an der Unterseite weiß ist und das einzige, dass man sieht, wenn sie auf ihren langen kräftigen Beinen mit sehr langen „Krallen“ wegrennen. An einen roten, kräftigen Schnabel schließt sich eine Art Stirnkappe an. Allein schon mit den ebenfalls roten Augen wirken sie wie nicht von dieser Welt. Aber erst, wenn man sich diese Vögel in der Nacht und am Morgen gegenseitig rufen, oder besser schreien hört, läuft einem ein kalter Schauer über den Rücken. So in etwa muss es sich angehört haben, als die Dinosaurier die Welt bewohnten.

Lange Zeit dachte ich, dass Pukekos wie die Wekas und Kiwis flugunfähig wären. Allerdings wurde ich eines besseren belehrt, als ich nämlich sah, dass sich ein Pukeko, um nicht überfahren zu werden, in die Lüfte erhob und einige Meter bis zum sicheren Straßenrand flog. Zugegeben, es sah nicht sehr elegant aus. Die Beine hingen wie Ballast herunter, als wüsste er nicht so recht, was er jetzt ohne festen Boden damit anfangen sollte. Meine Theorie: Nur in Lebensgefahr benutzt er seine Flügel, ansonsten bleibt er lieber auf dem wohlvertrautem Boden.

Wandern in Christchurch

Heute möchte ich euch eine Wanderung vorstellen, die meiner Meinung nach nicht auf jeder Touristenliste steht, aber schöne Aussichten und einen Hauch Geschichte bietet. Es handelt sich um eine etwa fünfeinhalbstündige, 15 km lange Rundwanderung in der Umgebung von Christchurch. Start- und Endpunkt ist die Bucht von Taylors Mistake südöstlich von Christchurch, leider nur mit dem Auto erreichbar. Die Wanderung führt über den Godley Head Coastal Walkway, über einen Teil des Crater Rim Walkway und den Scarborough Bluffs Track. Weiterlesen „Wandern in Christchurch“

Taupo Volcanic Zone – 1. Teil

Neuseeland liegt auf zwei tektonischen Platten – der Australischen und der Pazifischen Platte, deren Bewegungen und Verschiebungen die Landschaft Neuseelands maßgeblich mitgeprägt haben und verantwortlich sind für Bedrohungen durch z.B. Erdbeben und Vulkanausbrüche. Nirgendwo in Neuseeland kann so unmittelbar miterlebt werden, was unterhalb der Erdoberfläche vor sich geht wie in der sogenannten Taupo Volcanic Zone auf der Nordinsel. Weiterlesen „Taupo Volcanic Zone – 1. Teil“

Vögel Neuseelands – Tui

Der Tui ist mein absoluter Lieblingsvogel in Neuseeland. Das liegt vor allem an seinem außergewöhnlichen Singsang. Er gibt sehr klare Töne von sich, vermischt mit Klickgeräuschen und allerlei anderen Lauten, wodurch er mich sehr stark an R2D2 aus Star Wars erinnert. Weiterlesen „Vögel Neuseelands – Tui“